#04 (K)ein Spaziergang mit … Habib Lesevic, Systemiker & Unternehmer
Wie lange kämpfst du noch gegen etwas, bevor du anfängst, für etwas zu kämpfen?
In der vierten Folge von „(K)ein Spaziergang mit …" sitze ich mit Habib Lesevic auf der Sonnenallee in Berlin. Dieses Mal ist es wirklich kein Spaziergang, denn Habib hat sich kurz zuvor die Patellasehne gerissen. Was folgt, ist trotzdem ein Gespräch über Bewegung.
Habib ist als Kind montenegrinischer Gastarbeiter in Ravensburg aufgewachsen, hat sich mit 15 per Kaltakquise ein Basketballstipendium in die USA geholt und vor einigen Monaten sein laufendes Unternehmen bewusst abgewickelt. Nicht weil es schlecht lief. Sondern weil er merkte, dass er aus Angst weitermachte.
Was als Gespräch über Herkunft und Zugehörigkeit beginnt, wird zu einem ehrlichen Gespräch über Antrieb, Aufrichtigkeit und die Frage, wofür man eigentlich kämpft.
Habib teilt ungeschönt, wie Defiance (Trotz) jahrelang seine Energie war und gleichzeitig seine Begrenzung. Und er gibt zu: Was er in seinem aktuellen Sabbatical am stärksten vermisst, ist das Gefühl, etwas beizutragen.
Über meinen Gast:
Habib Lesevic ist Systemtheoretiker, Unternehmer, ausgebildeter Coach und Coach-Ausbilder mit über 20 Jahren Erfahrung in der Organisationsentwicklung. Er hat Organisationen in Berlin, London und Paris begleitet, mit dem Fokus auf systemischen Wandel, Führung und Kultur. Nach Jahren als Unternehmer befindet er sich aktuell im Sabbatical und denkt über einen Neustart in Brasilien nach. Er verbindet systemisches Denken mit einem tiefen Interesse für das, was Menschen in Bewegung bringt – und was sie aufhält.
Über die Route:
Keine Route, dafür in einem schönen Café direkt an der Sonnenallee in Berlin-Neukölln.
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